Wohnen 2016 vs. 2026

Wohnen 2016 vs. 2026

Wohnen 2016 vs. 2026 1920 1080 Raiffeisen Immobilien

Wohnen einst und jetzt: 2016 vs. 2026 – ein Jahrzehnt im Zeitraffer

Zehn Jahre können auf dem Immobilienmarkt eine lange Zeit sein. Das zeigt ein Blick zurück: Als Raiffeisen Immobilien Österreich im Jahr 2016 gegründet wurde, war die Ausgangslage noch eine andere. Niedrige Zinsen, steigende Nachfrage und vergleichsweise moderate Preise prägten den Markt. Seither hat der Wohnimmobilienmarkt mehrere turbulente Phasen erlebt – von Boomjahren über Pandemieeffekte bis hin zur Zinswende und neuen regulatorischen Rahmenbedingungen.

Anlässlich ihres zehnjährigen Jubiläums blickte Raiffeisen Immobilien Österreich kürzlich bei einem Pressegespräch auf die wichtigsten Entwicklungen der vergangenen Dekade zurück. Pandemie, Boomphase, Zinskrise und Inflation haben den Markt stark verändert. Gleichzeitig ist auch der Maklerverbund gewachsen und hat seine Position als einer der führenden Immobiliendienstleister des Landes weiter ausgebaut.

Doch nicht nur der Markt selbst hat sich verändert. Auch die Art, wie Menschen wohnen und wohnen wollen, hat sich in den letzten zehn Jahren spürbar weiterentwickelt.

Wohnen bleibt zentral für Lebensqualität: Eigentum steigert Zufriedenheit

Trotz steigender Kosten und wirtschaftlicher Unsicherheiten bleibt eines konstant: Die Zufriedenheit mit dem eigenen Zuhause ist in Österreich weiterhin hoch. Viele Menschen bewerten ihre Wohnsituation positiv. Besonders Eigentümer:innen zeigen sich im Durchschnitt zufriedener mit ihrem Zuhause als Mieter:innen. Bei den durchschnittlichen Wohnkosten ist diese Gruppe mit 11,4 EUR/m² auch weit höher belastet als Hauseigentümer:innen mit 4,3 EUR/m² und Besitzer:innen von Eigentumswohnungen mit  7,3 EUR/m².

Das unterstreicht, wie wichtig die eigenen vier Wände für Sicherheit, Lebensqualität und langfristige Planung sind.

Eigentum bleibt wichtig, aber nicht selbstverständlich – Eigentumsquote rückläufig

Ein Blick auf die Eigentumsquote zeigt ein relativ stabiles Bild. Rund 48 Prozent der Österreicher:innen wohnen im Eigentum. Im europäischen Vergleich ist das ein eher mittlerer Wert und in den letzten Jahren leicht rückläufig.

Die Unterschiede innerhalb Österreichs sind dabei deutlich. Während im Burgenland rund zwei Drittel der Menschen im Eigentum leben, liegt die Eigentumsquote in Wien bei nur etwa einem Fünftel. Gründe dafür sind unter anderem die stärkere Urbanisierung, höhere Immobilienpreise in Städten und strengere Finanzierungsvorgaben.

Die durchschnittliche Wohnfläche wächst leicht, deutliche Unterschiede Land vs. Stadt

Auch die Größe der Wohnungen hat sich in den vergangenen zehn Jahren leicht verändert. Im Durchschnitt wohnen Menschen in Österreich heute auf rund 102 Quadratmetern. Vor zehn Jahren lag dieser Wert noch knapp unter 100 Quadratmetern.

Regional bleibt der Unterschied zwischen Stadt und Land deutlich sichtbar. Im Burgenland verfügen Haushalte im Schnitt über mehr als 120 Quadratmeter Wohnfläche, während Wiener Haushalte mit rund 75 Quadratmetern deutlich kompakter wohnen.

Interessant ist auch ein Blick auf die Wohnwünsche. Während früher größere Immobilien besonders gefragt waren, zeigen Umfragen heute, dass viele Menschen bei ihrer Traumimmobilie realistischer geworden sind. Wohnungen bis etwa 100 Quadratmeter werden häufiger als ideal angesehen als noch vor einigen Jahren.

Mehr Menschen leben allein

Eine der größten Veränderungen der vergangenen Jahre ist demografischer Natur. Immer mehr Menschen leben allein. Der Anteil der Einpersonenhaushalte ist in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich gestiegen und wird laut Prognosen auch in Zukunft weiter wachsen. Bis zum Jahr 2060 könnte bereits rund 43 Prozent aller Haushalte aus nur einer Person bestehen.

Diese Entwicklung hat direkte Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt. Mehr Singlehaushalte bedeuten mehr Haushalte insgesamt und damit auch eine steigende Nachfrage nach Wohnraum. Gleichzeitig wächst die Wohnfläche pro Person, weil weniger Menschen gemeinsam in einer Wohnung leben.

Für den Immobilienmarkt bedeutet das auch eine strukturelle Veränderung der Nachfrage. Kleinere, gut geschnittene Wohnungen gewinnen an Bedeutung, besonders in Städten.

Wohnen im Wandel, demografische Trends sorgen für neue Herausforderungen

Der Rückblick auf die letzten zehn Jahre zeigt deutlich, wie stark sich der Wohnungsmarkt verändern kann. Wirtschaftliche Entwicklungen, gesellschaftliche Trends und politische Rahmenbedingungen wirken zusammen und prägen das Wohnen der Menschen.

Während Eigentum weiterhin ein wichtiges Ziel vieler Menschen bleibt und sich die durchschnittliche Wohnfläche nur langsam verändert, sorgen demografische Trends für neue Herausforderungen. Besonders der starke Anstieg von Einpersonenhaushalten wird den Wohnungsmarkt langfristig prägen.

Für die kommenden Jahre wird es daher entscheidend sein, ausreichend passenden Wohnraum zu schaffen – leistbar, nachhaltig und abgestimmt auf die Bedürfnisse einer sich wandelnden Gesellschaft.

Titelbild KI generiert

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