Miete oder Eigentum?

Miete oder Eigentum?

Miete oder Eigentum? 1920 1080 Raiffeisen Immobilien

Fokus Miete oder Kredit? Warum sich ein genauer Blick auf den Haushaltsplan lohnt

„Eigentum kann ich mir ohnehin nicht leisten.“ Diesen Satz hören Immobilien- und Finanzierungsexpert:innen beinahe täglich. Doch oft basiert diese Einschätzung weniger auf konkreten Zahlen als auf einem Bauchgefühl. Wer seine Wohnkosten realistisch betrachtet und Miete und Kreditrate objektiv gegenüberstellt, erkennt häufig: Der Traum von den eigenen vier Wänden ist näher als gedacht.

Viele Menschen richten ihren Blick zunächst ausschließlich auf die monatliche Kreditrate. Diese erscheint auf den ersten Blick hoch und schreckt potenzielle Käufer häufig ab. Gleichzeitig geraten die tatsächlichen Mietkosten oft in den Hintergrund. Monat für Monat fließen beträchtliche Beträge in die Miete – Geld, das langfristig keinen Vermögenswert schafft.

Genau hier setzt eine professionelle Finanzierungsberatung an. Gemeinsam mit erfahrenen Berater:innen in der Bank wird der gesamte Haushaltsplan analysiert: Welche Einnahmen stehen zur Verfügung? Welche laufenden Ausgaben gibt es? Wie hoch sind die tatsächlichen Wohnkosten inklusive Betriebskosten? Welche Förderungen können genutzt werden und welche Finanzierung passt zur persönlichen Lebenssituation?

Alexander Thaler, Abteilungsleiter Privat- & Geschäftskunden beim Raiffeisenverband Salzburg, erlebt diese Situation regelmäßig. Viele Kund:innen seien überrascht, wenn ihre bisherige Miete erstmals einer möglichen Kreditrate gegenübergestellt wird. Nicht selten zeigt sich dabei, dass der Schritt ins Eigentum wirtschaftlich durchaus machbar ist. Entscheidend ist eine realistische Gesamtbetrachtung und nicht der isolierte Blick auf die Kreditrate. Erst auf dieser Basis lässt sich beurteilen, ob Eigentum tatsächlich erreichbar ist.

Immobilieneigentum über Kreditfinanzierung nicht selbst ausschließen

Noch immer verzichten viele Menschen auf ein Beratungsgespräch, weil sie davon ausgehen, ohnehin keine Finanzierung zu erhalten. Gerade nach dem Auslaufen der KIM-Verordnung hält sich dieses Vorurteil hartnäckig. Tatsächlich prüfen Banken Finanzierungen weiterhin sorgfältig und verantwortungsvoll. Gleichzeitig gibt es heute zahlreiche Möglichkeiten, individuelle und tragfähige Finanzierungslösungen zu entwickeln.

Deshalb lautet der wichtigste Rat der Expert:innen: Nicht selbst ausschließen, sondern das Gespräch suchen. Die Raiffeisen Berater:innen in den Raiffeisenbanken Österreichs erstellen gemeinsam mit ihren Kund:innen individuelle Modellrechnungen und zeigen auf, welche Finanzierung unter Berücksichtigung der persönlichen Lebenssituation tatsächlich möglich ist. Oft eröffnet sich dadurch ein anderes Bild als ursprünglich erwartet.

Eigentum bleibt eine starke Form der Altersvorsorge

Neben den monatlichen Kosten spricht noch ein weiterer Aspekt für Wohneigentum: der langfristige Vermögensaufbau. Während Mietzahlungen ausschließlich laufende Wohnkosten darstellen, fließt mit jeder Kreditrate ein Teil in das eigene Vermögen. Ist die Finanzie

rung abgeschlossen, bleiben im Alter deutlich geringere Wohnkosten, gleichzeitig verfügt man über einen wertbeständigen Vermögenswert.

Gerade angesichts steigender Lebenserwartung gewinnt dieser Gedanke zunehmend an Bedeutung. Eine eigene Immobilie bietet Sicherheit, Unabhängigkeit und schützt langfristig vor steigenden Mietkosten. Damit bleibt Wohneigentum eine der wichtigsten Säulen privater Altersvorsorge.

Persönliche Beratung schafft Klarheit

Wie groß das Interesse an diesem Thema ist, zeigte zuletzt auch das 3. Immobilienforum Salzburg. Die Frage „Miete oder Eigentum?“ sowie die Möglichkeiten einer realistischen Immobilienfinanzierung gehörten zu den meistdiskutierten Themen des Abends. Die klare Botschaft der Expert:innen: Nicht Vermutungen entscheiden lassen, sondern Zahlen. Oft zeigt sich erst im persönlichen Gespräch, dass der Weg in die eigenen vier Wände einfacher ist als gedacht.

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